Antrittsbesuch des Bundespräsidenten

Der Oberbürgermeister von Potsdam Jann Jakobs erklomm den Klausberg noch zu Fuß. Der nächste Gast des Belvederes fuhr schon mit einer schwarzen Limousine vor. „Ist er das?“ fragten sich nicht nur wartenden die Journalisten. Doch der vermeintliche Gast war „lediglich“ Dr. Dietmar Woidke – immerhin Ministerpräsident des Landes Brandenburg und Gastgeber dieser Veranstaltung. Da standen sie nun beide einmütig gemeinsam mit dem kompletten Brandenburger Kabinett und dem Direktor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh und warteten bei Präsidentenwetter auf den hohen Besuch.

Dann war es soweit. Von Ferne sah man schon das Blaulicht der Motorradstaffel der Polizei gefolgt von einem schwarzen Audi mit dem bezeichnenden KFZ-Kennzeichen 0-1. Die Standarte am Fahrzeug mit dem Bundesadler wehte im Wind und nach einer Ehrenrunde um das Belvedere betraten sie auf dem Klausberg nun erstmals offiziell Brandenburger Boden – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Gattin Elke Büdenbender.

Ob er neues Schloss anstelle von Bellevue suche, wurde er dann auch gleich scherzhaft von der Presse gefragt. „Das nicht“, entgegnete ein gut aufgelegter Bundespräsident. Aber was gebe es für einen schöneren Ort, als den Antrittsbesuch in Brandenburg mit einem herrlichen Blick vom Klausberg-Belvedere zu beginnen. Und natürlich mit einem Gläschen Wein vom Königlichen Weinberg. Denn dieser wurde den Gästen neben diversen anderen kleinen Köstlichkeiten gereicht. Sichtlich positiv gestimmt zeigten sich auch der Bundespräsident und die anderen anwesenden Gäste von der Qualität des Weins und der geleisteten Arbeit der Mosaik-Werkstätten hier vor Ort. Der Wein könnte sogar ein kleiner Geheimtipp des Bundespräsidenten werden, denn bereits kurz nach seinem Besuch orderte er paar Weine nach.

In Erinnerung an seinen Besuch wurde ihm dann noch eine Ehrenpatenschaft für einen Rebstock auf dem Königlichen Weinberg überreicht. Es handelt sich dabei um eine seiner Lieblingssorten – den Weißburgunder. Dieser wurde im neue entstanden Weinberg des Deutschen Weins gesetzt und repräsentiert dort das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut. Wie passend, wenn man bedenkt, dass Teile von Brandenburg zu diesem Weinanbaugebiet gehören.