Ein neuer Weinberg entsteht

28. Mai 2018

Dann wollen wir mal zur Tat schreiten“, sprach Jörg Vogelsänger (Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft), zog sein Sakko aus und stapfte festen Schrittes den Hang des einstigen Weinbergs vor den Toren der kleinen Ortschaft Gräbendorf hinauf. In seiner Gefolgschaft: Frank Jeromin (Geschäftsführer des Mosaik-Unternehmensverbundes), Anne Schöps (Geschäftsführerin der Flächenagentur Brandenburg GmbH) sowie die beiden Bürgermeister der Gemeinden Bestensee und Heidesee. Sie alle waren gekommen, um hier an jenem 28. Mai 2018 bei strahlend blauem Himmel die letzten der rund 2.500 Rebstöcke der Sorten Muscaris, Cabaret Noir und Regent zu setzen.

Historische Karten weisen hier bereits seit 1679 einen Weinberg aus. Dieser ging 1711 sogar in den Besitz von König Friedrich Wilhelm I. über. Von Königs Wusterhausen startend, pflegte der Soldatenkönig in den Wäldern rund um den Weinberg zur Jagd zu gehen. Nach dessen Tod fielen sämtliche Liegenschaften an seinen Sohn Friedrich II. Ob die hiesigen Trauben jedoch auch den Königlichen Hof versorgten, ist derzeit nicht bekannt.

An die einstige Weintradition möchten nun die Gärtner von Mosaik gemeinsam mit der Flächenagentur Brandenburg GmbH wieder anknüpfen. Seit dem Jahr 2010 wurde der Boden bereits für den Weinbau vorbereitet. Nun sollen hier also wieder Reben gedeihen. Möglich macht dies der Flächenpool der Flächenagentur als Ausgleichsmaßnahme zum Bau des künftigen Flughafens BER.